5 Fragen an Max Patzig

Max Patzig ist eine Hälfte der Gründer hinter dem After Hour Mag. Zum Start des Magazins möchten wir uns euch etwas besser vorstellen, deshalb gibt es hier nun dieses Interview mit Max.

Was hat dich dazu bewogen, neben Veranstaltungsfotos jetzt auch noch an diesem Magazin mitzumischen?

Max Patzig
Max Patzig, Foto: Niels Fritsch

Vor vielen Jahren habe ich meinen medialen Ursprung in einer Radioredaktion gehabt – das war sogar noch lange vorm Fotografieren. Die Arbeit mit (neuen) Medien begleitet mich deshalb schon länger als mein halbes Leben und ich bin damit immer ganz glücklich gewesen.

Irgendwann bin ich mal zur Zeitung gekommen und habe meine Leidenschaft fürs Schreiben entdeckt. Ich finde es schön, jetzt meinen Partyalltag mit diesem Online-Magazin verbinden zu können und somit neue Kontakte zu knüpfen, alten Freunden etwas zurückgeben zu können und mich allgemein noch etwas mehr mit dem ganzen Business auseinander zu setzen.

Im Rahmen der „Don’t kill my Vibe“ Party trittst du gemeinsam mit mir als „After Hour Soundsystem“ erstmals als DJ in Erscheinung. Planst du in Zukunft eine weitere Tätigkeit an den Plattentellern?

Neben dem Fotografieren, dem Schreiben fürs After Hour Mag und meinem Journalismus-Studium bleibt nicht mehr so viel Zeit übrig. Ich werde also keine große Karriere als DJ starten, freue mich aber, mir bei der einen oder anderen Gelegenheit die Bühne mit Dir, Lara, zu teilen.

In all deinen Jahren als Veranstaltungsfotograf: was waren die schlimmsten und verrücktesten Erlebnisse, die du hattest?

Die verrücktesten Erlebnisse kennst Du doch ganz gut. *lacht* Bei all den verrückten Abenden weiß ich gar nicht, was man online publizieren könnte. Kommen wir deshalb direkt zu den schlimmsten Erlebnissen: Das sind definitiv die Abende, in denen sich irgendwelche halbstarke Gäste denken, sie dürften sich alles im Club erlauben und dann auch mal grundlos andere Partypeople zusammenschlagen. Zum Glück passiert sowas nicht sehr oft.

In meinen über sieben Jahren als Eventfotograf hat es mich auch schon drei Mal getroffen. Wann immer ich solche Situationen bei anderen Gästen erlebe, versuche ich schnellstmöglich zu reagieren und das Sicherheitspersonal vor Ort zu verständigen. Die Täter sollten dafür rigoros mit Hausverboten und Strafverfahren verfolgt werden. Den Opfern solcher Übergriffe wünsche ich viel Kraft in der Zeit und das sie das Vertrauen in die Community nicht verlieren.

Mit „Don’t kill my Vibe“ hast du dieses Jahr eine eigene Veranstaltung gestartet. Was machst du anders als andere Partyveranstalter?

Ich mache gar nicht mal so viel anders. Es sind viel mehr die DJs, die ich buche, die etwas anders machen. Zur nächsten Veranstaltung am 20. Juli im Lobo Club habe ich zum Beispiel sieben Künstler eingeladen, die alle auf ihre Art einzigartig sind.

Max Patzig
Foto: © 2018 Michael Schmidt – www.schmidt.fm

Headliner ist der deutsche Red Bull 3Style Champion Mr. Tone aus Frankfurt/Main. Er spielt einen unverwechselbaren Open-Format-Sound und bringt die fast vergessenen Klassiker der Musikgeschichte in einen Mix mit brandneuen Tracks zurück auf die Tanzfläche. Unterstützung bekommt der junge DJ von ON3 aus Dresden, der letztes Jahr auch fett abgeräumt hat: Als Sieger des German DJ Contests hat er schon viele Clubs in Deutschland bereist und weiß, was die Leute hören wollen.

Dazu kommt Simplie Pi aus Chemnitz, die am 20. Juli vermutlich das erste Mal überhaupt in Dresden auflegt – was für eine Schande! Sie sollte viel öfter ihren HipHop-Sound hier präsentieren.

Auf dem zweiten Floor spielen M3D und Nedylow zusammen ein basslastiges Houseset und unser After Hour Soundsystem wird so richtig elektronisch abreißen. Die Party bietet also für jeden Geschmack etwas.

„Bilder bei Instagram & Facebook einzustellen war die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe.“

Welchen Tipp gibst du neuen Partyfotografen an die Hand? Womit bist du am Anfang vielleicht falsch umgegangen?

Ich glaube, viele unterschätzen am Anfang die Macht von Instagram und Facebook. Ich hatte mich eine Zeit lang gesträubt, meine Bilder auf den Plattformen zu präsentieren. Letztich war es aber die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe, sie doch überall hochzuladen.

Menschen, die mir folgen, wissen eh, was ich Woche für Woche mache und sie freuen sich, wenn sie es quasi über ihre Bildschirme mit verfolgen können. So bleibt man immer im Gespräch und braucht kein Look-Book oder ähnliches.

Ganz am Rand ist es natürlich auch interessant zu sehen, wie man sich über die Zeit so entwickelt hat. Also rate ich allen Beginnern zu Mut: Ladet eure Fotos hoch, zeigt sie der Community und seid auch für Feedback offen, dann wird das schon werden.

Max Patzig bei Instagram und Facebook.

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