Bunte Republik Neustadt 2019 – Ein Fazit

Gerade in Sachsen ist die Bunte Republik Neustadt berühmt-berüchtigt. Bei den einen als ein buntes und lautes Stadtteilfest in Dresden, bei den anderen als „viel Müll und Krach“. Auch in der Dresdner Neustadt selber gibt es unterschiedliche Meinungen zur BRN. So zieht sich ein Teil der Anwohner aus der Heimat zurück und verbringt das Wochenende außerhalb des bunten Treibens. Der Rest teilt sich in drei Gruppen auf: ignorieren, mitfeiern und selber gestalten. 

BRN 2019
BRN 2019. Bild: Øhyvind Photography

Von vielerlei Seite kommt das Feedback, auf der BRN gäbe es zu viele DJs, zu viel Krach, zu wenig Livemusik. Außerdem wird der Bunten Republik Kommerz immer wieder zum Vorwurf gemacht. Meine Meinung dazu möchte ich heute hier niederschreiben, schließlich sind die Eindrücke nur 2 Tage nach dem Event noch sehr frisch.

Zu viele DJs und DJanes?!

Die Bunte Republik Neustadt gibt eigentlich jedem DJ und jeder DJane die Chance, einen Slot zu ergattern. Fast an jedem Stand findet sich mindestens eine Box, größere DJ-Pulte gibt es ebenfalls aller paar Meter. Der Nachteil: die Livemusik kommt etwas kürzer. Vorteile gibt es dafür um so mehr.

Newcomer-DJs haben die Chance, ohne größere Hürden ein gigantisches Publikum zu erreichen. Dabei trennt sich die Spreu vom Weizen, denn der Markt ist groß und wenn ein DJ nicht abliefert, gehen die Leute einfach 20 Meter weiter zum nächsten. Auf der anderen Seite haben die Jungs und Mädels an den Decks eine unglaubliche Experimentiermöglichkeit, denn wenn sie am Publikum vorbei spielen und dieses geht, ist in 5 Minuten schon wieder neues da.

Lara Liqueur | Bunte Republik Neustadt 2019 | BRN 2019
Auch unsere Autorin war dabei. Bild: Øhyvind Photography

Auch für Anwohner und Besucher der BRN haben die vielen Areas einige Vorteile. So spielen Acts für lau und gegebenenfalls vor der Haustür, die sonst über große Festivals tingeln. Das Lineup von MÜLLERS KÜCHE in Zusammenarbeit mit RadioAktiv 2.0 ist der beste Beweis dafür. Weiterhin gibt es bei so vielen Micropartys eins garantiert nie: Langeweile.

Die Musik passt nicht? Weiter geht’s, in zwanzig Metern wartet der nächste DJ.

Diese vielen Areas, die vielen DJs, die viele Technik… all das kostet Geld. Privatpersonen sind nicht immer in der Lage, so viel zu investieren. Da kommen dann natürlich Geschäftsleute ins Spiel… aber ich als DJane bin ganz ehrlich: wenn ich einmal im Jahr diese Plattform bekomme und mich kreativ vor tausenden Menschen austoben darf, dann ist es für mich vollkommen okay, wenn jemand anderes damit Geld verdient. Ohne die Geldgeber keine Investition.

Bühnen mit Bands und Livemusik habe ich in meinen Eindrücken übrigens bewusst weggelassen. Ich habe seit 5 Jahren keine einzige Liveband auf der BRN mitbekommen, deswegen sage ich zur Thematik einfach nichts. Ich würde mich aber freuen, wenn ihr eure Eindrücke in den Kommentaren hinterlasst.

Für DJs bieten wir übrigens einen kostenlosen Promopool an.

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