5 Fragen an Marcus Loose

Prototyp Pictures by Marcus Loose
Logo „PROtoTYP Pictures“

Marcus Loose fotografiert als „PROtoTYP Pictures“ Events und Partys. After Hour Mag stellt fünf Fragen.

Deine Fotografie-Geschichte hat auf Partyportalen wie Klub Kultur und VirtualNights angefangen. Wie beurteilst du die Arbeit für diese Portale aus heutiger Sicht? Was sind Vor- und Nachteile?

Da hast du Recht: Angefangen hat für mich alles bei dem damals sehr bekannten Portal Klub Kultur. 2011 waren die Portale noch sehr stark vertreten. Als Teil von ihnen bist du in vielen verschiedenen Clubs der Stadt oft unterwegs. Das Problem war zu der Zeit jedoch der geringe Verdienst für den Fotografen. Im Vergleich dazu mache ich heute für die Veranstalter Fotos und werde direkt von ihnen bezahlt.

Zu Zeiten der Portale ging viel Geld direkt in die Werbung auf den Webseiten, und nur ein Bruchteil kam beim Fotografen an, darüber darf man sich jetzt echt keine Gedanken mehr machen. Rückblickend war das echt irre, wie wenig man für seine Arbeit bekommen hat. Auch zu dieser Zeit habe ich schon sehr viel Geld in mein Equipment gesteckt. Prinzipiell war die Zeit damals sehr prägend – viele Kontakte zu Veranstaltern und anderen Leuten und natürlich die Erfahrung im Bereich Event- und Partyfotografie.

Welche Veranstaltung war die verrückteste, die du je als Fotograf besucht hast?

Das ist nach den ganzen Jahren und Partys die man so miterlebt und fotografiert hat eine sehr schwierige Frage. Ich denke die BELLA CIAO – Haus der Party war eine der verrücktesten und ungewöhnlichsten Partys der letzten Zeit. Was während dieser Veranstaltung an Pizza und Foto-Accessoires an die Gäste raus geballert wurde war echt unnormal. Zudem war das Promoteam passend zur Serie „Haus des Geldes“ verkleidet und hat das Publikum super angekurbelt und aufgemischt. Das sind Abende, an denen man echt viele super Bilder sammeln kann. Vor allem ist das mal eine Abwechslung.

„Der Veranstalter wird unbezahlte Fotos niemals richtig wertschätzen!“

Wenn Du auf deine Zeit als Veranstaltungsfotograf zurück denkst: Welche absoluten No-Gos gibt es für dich mittlerweile?

Marcus Loose, Fotograf
Marcus Loose

Wenn mich der Veranstalter versucht mit kostenlosem Eintritt oder Free-Drinks zu „bezahlen“. Das kam schon einige Male als Angebot – aber da lehne ich doch eher dankend ab. Und wenn dazu noch kommt, das ich die Bilder ja für die Erweiterung meines Portfolios nehmen kann, dann lass ich erst recht die Finger davon. In dem Fall wird der Veranstalter meine Bilder niemals richtig wertschätzen.

Eventfotografie als Berufswunsch… Welche Tipps hast du für Neueinsteiger? Was waren deine größten Hürden am Anfang?

Prinzipiell braucht man erstmal nichts weiter als Bock am Fotografieren und ausreichend Ehrgeiz. Alles was Equipment und Know-How anbelangt kommt durch Übung und Zeit. Die wenigsten haben gleich am ersten Tag die beste Ausrüstung, wissen sofort was die richtige Einstellung ist oder können sich die beste Party aussuchen.

„Know-How kommt durch Übung und Zeit.“

Größer, Eindrucksvoller, mehr Effekte: inszenierst du Lieber große Bilder oder hältst du lieber den authentischen Moment fest?

Definitiv halte ich lieber bestmöglich und so effektvoll es geht den authentischen Moment fest. Selbst einen Moment kann man ohne viel zutun durch verschiedene Kameraeinstellungen oder Lichtsetzungen unterschiedlich einfangen.

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