5 Fragen an M3D

M3D ist ein aufstrebender Bass Music DJ aus Dresden. After Hour Mag hat den Senkrechtstarter getroffen und ihm 5 Fragen gestellt.

Du hast den Mint-Award und den Warmup-Contest der Campusparty in Dresden gewonnen. Wie wichtig sind Wettbewerbe im heutigen DJ-Business?

Für mich ist das so eine Sache von hin-und-hergerissen sein. Auf der einen Seite finde ich Contests eine schöne Sache für einen DJ, der seine Arbeit gut macht und dafür auch ausgezeichnet wird. Aber man muss die Wettbewerbe klar unterteilen: zum einen ein DJ Contest, bei dem der DJ durch eine Fachjury ermittelt wird und andererseits Publikums- und Onlinevotings.

DJ M3D
DJ M3D – Foto: Max Patzig, Bearbeitung: Max Silbermann

Zu meinem Glück war der erste Fall für mich zutreffend und ich wurde von einer Fachjury unter die ersten drei gewählt. Was ich jedoch nicht gut finde ist, DJs und deren Community zu nutzen, um durch ein Voting Marketing einer Veranstaltung zu betreiben. Da geht es nicht in erster Linie um die Musik oder handwerkliche Qualität.

Letztlich möchte ich noch hinzufügen, dass DJ Contests im Hip-Hop wesentlich wichtiger sind als für einen House-DJ, siehe Redbull3Style oder Technics-Battle welche als gute Referenz genutzt werden können.

Deine Musik beschreibst du – ähnlich wie immer mehr DJs heute – als Bass Music. Spielen Genres überhaupt noch eine Rolle?

Ich meine, Genres sind heutzutage nicht mehr super wichtig, solange du die verschiedenen Genres rhythmisch gut mischst. Dazu muss ich sagen, dass ich einige Genrewechsel in meinen Sets habe. Mir gefallen einfach viele Sachen und ich spiele das, worauf ich Lust habe. Natürlich nehme ich auch Rücksicht auf die Crowd und die Location.

Wirkt vielleicht wie eine Standardfrage, interessiert mich aber tatsächlich: wie bist du auf deinen DJ-Namen gekommen, was genau bedeutet „M3D“?

Um ganz ehrlich zu sein war der Name eine Notlösung. Mein alter DJ-Name hat sich ein anderer DJ schützen lassen, dieser hat mich gebeten, meinen zu ändern. Daraufhin suchte ich nach einem neuen. Ich habe dann mit ein paar Buchstaben und Zahlen rumhantiert und kam auf M3D (M Three D). Die Bedeutung hat vielleicht etwas ihren Stellenwert verloren.

M – Marcus mein Vorname
3 – einfach weil es sich gut angehört hat
D – meine Heimatstadt Dresden

Abschließend bin ich zufrieden mit dem Ergebnis. Ich habe DJ M3D zu meinem eigenen Namen gemacht und spiele jetzt seit drei Jahren unter diesem.

Passend zum Wetter: wenn du nur noch Open Air oder Indoor auflegen könntest, worauf würde deine Wahl fallen?

Meine Wahl würde ganz klar auf Indoor-Events fallen, weil ich liebend gerne in kleineren oder auch größeren Hallen spiele. Mir gefällt besonders die Stimmung welche in einem Club heftiger als Outdoor für mich wirkt. Man kann so besser auf die Menge eingehen. Zudem ist die Beleuchtung und der Ton natürlich auch sehr von Bedeutung, was häufig in einem geschlossen Raum feiner abgestimmt ist.

Welche Ziele strebst du für die nächsten Jahre an?

Mein Ziel ist es in Dresden und Umgebung mit meiner Musik die Menschen zu erreichen. Da ich neben meinem Job in den letzten Jahren viel in Westdeutschland aufgelegt habe und mir die Fahrtwege am Wochenende tüchtig zugesetzt haben, würde ich um einiges lieber in der Heimat spielen. Hier bekommen die Leute öfter Musik von mir auf die Ohren und es findet sich möglicherweise eine Crowd, die meine Musik feiert und mich des öfteren unterstützt. Deshalb möchte ich an dieser Stelle meinen Freunden und allen DJs, die mich unterstützt haben, bzw. immer noch unterstützen danken.

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